Pressemitteilung
Statements des ÖDOP-Kreisvorstandes zur Bundestagswahl 2025
In der Nachbetrachtung zur Bundestagswahl 2025 äußern sich mehrere Vorstandsmitglieder des ÖDP-Kreisverbandes „Nürnberger Land“ zu den enttäuschenden Wahlergebnissen und deren Ursachen.
Walter Stadelmann, der Direktkandidat der ÖDP im Wahlkreis 245 (Roth und Nürnberger Land), zeigt sich unzufrieden mit dem Wahlausgang (0,7 Prozent der Erststimmen und 0,3 Prozent der Zweitstimmen). Er kritisiert die einseitige Fokussierung des Wahlkampfes auf wenige Themen, was zur Vernachlässigung bedeutender Herausforderungen wie Klima- und Artenschutz geführt hat.
Norbert Spiegel bemängelt, dass der Wahlkampf nicht auf die für die Wähler wichtigen Themen wie Klimaschutz und Ökologie einging, sondern auf Migration, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit fokussiert war. Er ist verwundert über das Wahlergebnis anderer Parteien ohne vollständiges Wahlprogramm, die mehr Stimmen erhielten, und schlussfolgert, dass die ÖDP ihre Anliegen in relevanten Themen schärfen müsse.
Bernd Kellermann äußert seine Besorgnis über deutliche Unterschiede zwischen der Stadt- und Landbevölkerung und stellt fest, dass das Thema Umweltschutz in ländlichen Gebieten offenbar nicht mehr von Bedeutung ist.
Pascal Henninger weist darauf hin, dass die ÖDP es nicht geschafft hat, im Lärm populistischer Stimmen mit einer differenzierten und reflektierten Politik zu überzeugen.
Dr. Herbert Fischer bringt zur Sprache, dass die Fokussierung auf Migration und Wirtschaft negative Auswirkungen auf das bundesweite Wahlergebnis der ÖDP hatte. Er zieht jedoch einen positiven Vergleich zwischen den Ergebnissen im Nürnberger Land, wo die ÖDP teilweise deutlich bessere Stimmenanteile erzielte als in Bayern insgesamt.
Insgesamt zeigt sich bei den Vorstandsmitgliedern Enttäuschung über die Wahlergebnisse der ÖDP zur Bundestagswahl 2025. Es besteht jedoch Einigkeit, dass neue Wege gefunden werden müssen, um mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung bei Wählerinnen und Wählern zu erhalten.